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«Rachs Restaurantschule»: Kandidat im Knast

09.05.2012. Eingetragen unter: «Rachs Restaurantschule».
In der letzten Folge nahm sich Starkoch Christian Rach (l.) Kandidat Artem (r.) zur Brust. Rach besuchte mit dem schwierigen 25-Jährigen die Jugendstrafanstalt Berlin. «Ich möchte ihm die Augen öffnen», so Rach. Foto: RTL

In der letzten Folge nahm sich Starkoch Christian Rach (l.) Kandidat Artem (r.) zur Brust. Rach besuchte mit dem schwierigen 25-Jährigen die Jugendstrafanstalt Berlin. «Ich möchte ihm die Augen öffnen», so Rach. Foto: RTL

Drama, Drama, Drama. Anscheinend hilft es. Am vergangenen Montag (7. Mai) erreichte die RTL-Doku «Rachs Restaurantschule» einen Marktanteil von 18,5 Prozent in der werbewirksamen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. 15,4 Prozent erzielte Christian Rach beim Gesamtpublikum. Somit erwies sich der Starkoch erneut als Zugpferd des Kölner Privatsenders, so schalteten 4,61 Millionen Zuschauer ein, während Rach seine Kandidaten striezte.

Natürlich wählte RTL keine einfachen Kandidaten für die neue Staffel der Doku aus, schließlich geht es dem Sender um Einschaltquoten. Viele der inzwischen nur noch zehn Kandidaten (Kati gab auf) haben eine schwere Vergangenheit aufzuweisen, wohnten betreut oder waren sogar im Knast. Am vergangenen Montag kümmerte sich Christian Rach um das größte Problemkind der Staffel und schickte Artem (25) ohne große Umwege in den Knast.

Schon am ersten Tag war Christian Rach nicht gut auf Artem zu sprechen. «Mit lässigen Jogginghosen und Kaugummi kauend hat man in der Gastronomie bestimmt keine Chance», so der auch als «Rach, der Restauranttester» bekannte 54-jährige Saarländer. Aufmüpfig und aggressiv präsentierte sich Artem in der Vergangenheit, sorgte oft für Streit und brachte sogar eine Kollegin zum Weinen.

Lässige Jogginghosen sind Artems Outfit

Zu Beginn der Staffel trug Artem (l.) eine lässige Jogginghose und kaute Kaugummi. In der vergangenen Folge rechnete Christian Rach (r.) mit dem 25-jährigen Kandidaten ab. Foto: RTL

Zu Beginn der Staffel trug Artem (l.) eine lässige Jogginghose und kaute Kaugummi. In der vergangenen Folge rechnete Christian Rach (r.) mit dem 25-jährigen Kandidaten ab. Foto: RTL

Als Christian Rach erfuhr, dass Artem eine Räumungsklage seines Mieters erhielt, las er diese vor versammelter Mannschaft vor. Artem zuckte nur mit den Schultern und gab sich lässig wie immer. Dass er bald ohne eigenes Zuhause dastehen sollte, schien keinen Eindruck auf das Sorgenkind zu machen. Doch dann griff Christian Rach durch und verfrachtete den jungen Mann in die Jugendstrafanstalt Berlin.

«Ich möchte ihm die Augen öffnen», so Rach über die Maßnahme, Artem in den Knast zu schicken. «Das ist deine Wohnalternative», präsentierte der RTL-Koch Artem den kleinen Raum mit Bett und Waschbecken. Zweimal saß Artem schon hinter schwedischen Gardinen, derzeit ist der 25-jährige Kandidat auf Bewährung draußen. Als Bewährungsauflage bekam er vorgesetzt, einen Ausbildungsplatz im neuen Rach-Restaurant anzunehmen. «Natürlich will man nicht zurück in den Bau. Aber das Leben ist ein Schicksal», zeigt sich Artem erneut unbeeindruckt.

Knast-Besuch und Alkoholberatung

Doch der Knast-Besuch alleine reichte Christian Rach nicht. Der Koch drängte Artem dazu, eine Suchtberatung für Alkoholiker in der Berliner Charité aufzusuchen. Währenddessen beschäftigten sich die anderen Teilnehmer mit dem Alltag im Restaurant Roter Jäger.

«Artem ist ein feiner Kerl», ist sich Christian Rach sicher. Doch wie schätzt der 25-Jährige seine bisherigen Leistungen ein? «Ich will es besser machen. Also bis jetzt ganz schlecht», räumt er vor versammelter Mannschaft kleinlaut ein. Artem gelobt Besserung und wird für die Küche eingeteilt. Am Folgetag wirkt Artem wie ausgewechselt, arbeitet engagiert und konzentriert. Mal sehen, wie lange das so bleibt. Denn schon am Wochenende plant der Kandidat einen Wochenendausflug in seine Heimatstadt Hamburg, der Christian Rach zum Grübeln bringt: «Wenn du vor deinen Kumpels angibst, wie cool du bist, fängst du an zu saufen. Das wäre ein Rückfall.», so Rach. Nach diesem Appell will sich der sonst so harte Kerl selbst seinen Trip in die Hansestadt noch einmal überlegen.

3 Kommentare »

  1. Warum Rach auf eine Treibjagd ging mit seinen Schützlingen und nicht in den Schlachthof ist unverständlich.
    Schliesslich wird hauptsächlich mit Schweine;Rind und Geflügelfleisch gearbeitet.Und wer schon mal eine Massentieranlage und Fliessbandschlachtung gesehen hat weiss dass Fleischproduktion mit Respekt nichts zu tun hat sondern eine elendige Tierquälerei ist.Dass erwähnt der “gute”Hr.Rach jedoch nicht.Lieber faselt er etwas von Respekt und treibt mit seinen Schülerin den Jägern die Rehe vor die Flinte der Jäger.Wo ist da der Respekt????Mit seinem dämlichen jagdverherrlichenden Phrasen hat er sich bei vielen Zuschauern ins Aus geschossen.Stattdessen hätter er die Problematik der Massentierhaltung ansprechen können,einen Schlachthof,Geflügelfarm und Tierfabrik besuchen können und den Schülern einige vegetarische Mahlzeiten beibringen können.Wäre vernünftiger und verantwortungsvoller gewesen als diesen paradoxen Mist den er sich bei dieser Treibjagd geleistet hat.
    Go home Rach-für mich bist du nur noch ein unglaubwürdiger Fernehkasper
    Rach hat mit dieser Aktion jede Glaubwürdigkeit verloren.Dass war an an Scheinheiligkeit und Falsch Information kaum zu überbieten.

    Kommentar by bina — 13. Mai 2012 um 02:30

  2. oha, schaue mir die Sendung eigentlich gern an.
    Das da Leute mit schwieriger Vergangenheit mitmachen, wusste ich aber das es da wirklich solche Leute gibt..
    Wenigstens noch schön, dass ihnen da eine Chance gegeben wird.

    Kommentar by Michi — 14. Mai 2012 um 08:54

  3. Hallo,

    ich finde es toll das herr rach diesen menschen eine chance gibt…..der beruf in der gastronomie ist toll…bin selber gelernte hotelfachfrau…..finde es nur mega schade…das die kandidaten so eine chance nicht nutzen……ich finde die einstellung von einigen kandidaten echt scheisse…sorry wenn ich es mal so ausdrücke

    Kommentar by siggi — 19. Mai 2012 um 23:42

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