3D-Drucker für Lebensmittel kommt noch in diesem Jahr

Vielleicht wird "druckst du mir mal eben das Essen aus?" einer der erfolgreichsten Sätze des Jahrzehntes. Schon in diesem Jahr soll der erste 3D-Drucker auf den Markt kommen. Foto: Natural Machines

Vielleicht wird "druckst du mir mal eben das Essen aus?" einer der erfolgreichsten Sätze des Jahrzehntes. Schon in diesem Jahr soll der erste 3D-Drucker auf den Markt kommen.

Natural Machines, so heißt das Startup-Unternehmen aus Barcelona, welches noch in diesem Jahr einen 3D-Drucker für den Hausgebrauch herausbringen möchte. Der sogenannte "Foodini" ist vielseitig einsetzbar. Egal ob süß oder salzig: Bestückt man den neuen 3D-Drucker mit den richtigen Zutaten, so zaubert er in kurzer Zeit das gewünschte Essen. Natürlich arbeitet der "Foodini" nicht gänzlich alleine, nimmt einem aber einen großen Teil der Arbeit ab. Das Gerät soll den Koch unterstützen, kann ihn aber nicht ersetzen.

Zum Beispiel werden Tortellini mit einem Teig und einer Füllung gefertigt, welche in entsprechende, unterschiedliche Kapseln gefüllt werden. Schichtweise fügt der Drucker daraus die fertige Speise zusammen – zuerst eine Schicht Teig, dann Füllung und dann erneut eine Schicht Teig.

Circa 1.000 Euro soll das Gerät kosten, welches uns allen die Zeit in der Küche verkürzen könnte. Während die Produktionsmenge in diesem Jahr noch relativ gering gehalten werden soll, wird die Charge im nächsten Jahr deutlich erhöht.

Die Entwicklung von 3D-Druckern für Lebensmittel ist nicht neu. Das Unternehmen Barilla arbeitet bereits seit längerer Zeit an einem Pastaprinter, der ChefJet von 3D Systems druckt filigrane Zuckerware und der ChocEdge macht das gleiche mit Schokolade. Der in diesem Jahr auf den Markt kommende "Foodini" hingegen fertigt Plätzchen, Nudeln mit Tomatensoße, Käse, Pizzateig, Ravioli oder Spinatquiche - Natural Machines bietet also das volle Programm. Sogar Hamburger, Chicken Nuggets oder Brownies stehen auf der Liste. Das Unternehmen verspricht die "größte Revolution in der Küche seit der Mikrowelle", wie auf der eigenen Internetseite zu lesen ist.

Über ein Touchscreen oder ein externes Gerät wie Tablet, PC oder Smartphone möchte das Startup-Unternehmen aus Barcelona seinen Kunden Rezepte anbieten. Außerdem erfolgt so auch die Bedienung des Gerätes. Danach erhält der Nutzer Anweisungen, welche Zutaten er in dafür vorgegebene Kapseln geben soll - und schon geht es los! Hinter einer Glastür im Inneren generiert der Drucker seine Speisen. Wie lange das Gerät für den Druck braucht, hängt vom Umfang der Speisen ab. Während kleine Tellerdekorationen in circa einer Minute fertig sind, können Schokoladenfiguren bis zu 20 Minuten brauchen. "Mit dem 'Foodini' möchten wir einen Beitrag zur gesunden Ernährung liefern und Menschen dazu anregen wieder selbst zu kochen", erklärt eine Pressesprecherin des Unternehmens.

Optisch erinnert der "Foodini" an eine Mikrowelle in edlem Look. Schwarze Klavierlackoptik, abgerundete Ecken, keine überflüssigen Knöpfe und Schalter, nur ein dezentes Display - das sind die optischen Eigenschaften des neuen hochmodernen Küchengerätes. Das folgende englischsprachige Video beschreibt den "Foodini" anhand vieler ansehnlicher Bilder:

02. Juli 2014

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