Berlin verliert erneut ein Sternerestaurant

Das Sterben der Sternerestaurants geht weiter: Stefan Hartmann will sein Restaurant in Berlin aufgeben. Mitte April will Hartmann die Schlüssel für sein Sternerestaurant in Kreuzberg abgeben. Foto: Gloria Hotels & Resorts Belek
Das Sterben der Sternerestaurants geht weiter: Stefan Hartmann will sein Restaurant in Berlin aufgeben. Mitte April will Hartmann die Schlüssel für sein Sternerestaurant in Kreuzberg abgeben. Foto: Gloria Hotels & Resorts Belek

Das Sterben der Sternerestaurants geht weiter: Stefan Hartmann will sein Restaurant in Berlin aufgeben. Mitte April will Hartmann die Schlüssel für sein Sternerestaurant in Kreuzberg abgeben.

Anfang März hatte auch Michael Hoffmann sein Restaurant Margaux am Pariser Platz in Berlin geschlossen. Mit dem Weggang von Stefan Hartmann verliert Berlin erneut einen Michelin-Stern. Der 37-jährige Hartmann möchte sein Restaurant Hartmanns Mitte April schließen. Das meldet die Berliner Morgenpost. "Ich will nicht mehr", sagte Hartmann der Zeitung. Seit der Entscheidung sei ihm "eine Riesenlast von den Schultern gefallen."

2001 startete Stefan Hartmann nach Stationen in Hamburg, Los Angeles und Frankreich bei Kolja Kleeberg im Restaurant Vau in Berlin. Sechs Jahre später machte er sich mit seinem eigenen Restaurant selbstständig und erhielt prompt einen Stern im beliebten Guide Michelin. Vor knapp drei Jahren startete er das Restaurant Neubau in der Bergmannstraße. Doch das Projekt habe sich nicht getragen, so dass Hartmann das Restaurant wieder aufgeben musste. In den vergangenen Monaten rechnete sich auch das Hartmanns nicht mehr. Mehr als 100.000 Euro Schulden haben sich angehäuft. Laut eigener Aussage habe er zweieinhalb Jahre lang jeden Tag Angst und kein Leben mehr gehabt. Die Sorgen darüber, genügend Gäste zu ergattern, hätten ihm den Schlaf geraubt.

Nun, wo Stefan Hartmann beschlossen hat, sein Restaurant an der Fichtestraße zu schließen, werde er sich der Küche im Hotel am Steinplatz widmen. Dort habe er einen Beratervertrag bis zum Ende des Jahres. Danach schwebt ihm eine Auslandszeit vor. Vielleicht China oder Australien. Er wolle endlich einmal wieder richtig glücklich sein, so, wie er es damals war. Zu sich finden, sorgenfrei sein, befreit lachen können. "Das ist doch so viel mehr wert", sagt Stefan Hartmann.

17. März 2014

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