Dinner-Portal «Iss mit uns!» verbindet Menschen im Restaurant

Seit einiger Zeit ist das erste deutsche Social Dining Experience Portal «Iss mit uns!» online. Die Hansestadt Hamburg, gleichzeitig Heimatstadt der Gründer Do-Hyun Jung, Dennis Dlugosch und Robert Heße ist als erste Stadt mit an Bord. Auch in Berlin fand bereits ein Dinner statt. Viele weitere Großstädte sollen in Kürze folgen.

Nein, keine neue Dating-Plattform. Auch soll es kein berufliches Abendessen werden. Vielmehr geht es bei «Iss mit uns!» um eine Mahlzeit, welche sich mit dem Kennenlernen interessanter Mensch paart. In Zeiten der sozialen Netzwerke ist es dem Benutzer so möglich, sich fernab des Monitors bei einem leckeren Dinner zu unterhalten. In einer großen Tafelrunde sollen sich untereinander unbekannte Personen kennenlernen und die Vorzüge eines lockeren Abendessens zu spüren bekommen. Da jeder gerne essen geht, ist die Zielgruppe von «Iss mit uns!» nicht zu definieren.

Acht bis zwölf Personen an einem Tisch

So oder so ähnlich sieht ein bei «Iss mit uns!» geplanter Abend aus. Interessante Gespräche und gute Laune begleiten die Speisen des Restaurants, welches sich bei «Iss mit uns!» als Gastgeber anmelden kann.

Auf dem neuen Dinner-Portal steht das Menü schon vorher fest. «Iss mit uns!» arbeitet nämlich nach eigenen Angaben zufolge mit eigens getesteten Restaurants zusammen, die das Menü weit vor dem Dinner festlegen. Dieses Menü können sich Gäste des Portals nun ansehen und entscheiden, ob es für sie interessant ist. Zu bestimmten Terminen kann der Feinschmecker nun 3- bis 4-Gänge-Menüs zum Festpreis von 18 bis 39 Euro buchen. Die Gästezahl bestimmen die Restaurants - acht bis zwölf Personen waren bisher üblich.

In der Hansestadt haben sich bereits die Restaurants Da Mario, bok schulterblatt , bok schanzenstraße, O Farol, Nido und IndoChine angeschlossen. Nach dem Dinner geben die teilnehmenden Restaurants 15 Prozent ihrer Einnahmen an «Iss mit uns!» ab. Für den Gastronomen ist Planungssicherheit garantiert, so verspricht der Veranstalter eine Mindestanzahl an Plätzen.

Grubwithus als Vorbild

Die geplanten Dinner sind mit dem vollständigen Menü und allen weiteren notwendigen Informationen versehen, so dass der Besucher der Seite abwägen kann, ob das Angebot des Restaurants für ihn interessant erscheint.

Laut Mitbegründer Robert Heße ist es oftmals so, dass «die Freundeslisten bei Facebook & Co. beeindruckende Ausmaße annehmen. Aber mit wie vielen 'Freunden' hat man zuletzt tatsächlich in geselliger Runde zusammen gesessen?» Um soziale Kontakte zu entwickeln, setzt das Portal, welches das amerikanischen Projekt Grubwithus zum Vorbild nahm, auf ein gemeinsames Dinner.

Für das laufende Jahr plant «Iss mit uns!» eine Kategorisierung der Dinner nach Themen und die Expansion in andere deutsche Großstädte. Die Community kann auf der Website neue Städte vorschlagen, was das Portal bei seinen Expansionsplänen berücksichtigen möchte. Dennoch steht Berlin ganz oben auf der Prioritätenliste.

«Die Kombination aus 'Social Media' und 'Real World' funktioniert», ist sich Do-Hyun Jung sicher. Laut des Mitbegründers geben sich die Menschen nicht mehr nur mit Chats zufrieden, sondern wollen etwas „zum Anfassen“ erleben. Wir dürfen gespannt sein.

02. April 2012

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