Drei-Sterne-Koch Juan Amador zieht um

Foto: By Giselher Nitz (Giselher Nitz) [Public domain], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AJuan_Amdaor_20081207.jpeg">via Wikimedia Commons</a>
Foto: By Giselher Nitz (Giselher Nitz) [Public domain], via Wikimedia Commons

Der spanische Drei-Sterne-Koch Juan Amador schließt sein Restaurant Amador in Langen, das er sieben Jahre lang betrieb, und wechselt in sein Zweit-Restaurant Amesa in Mannheim. Im September diesen Jahres möchte er eine Neueröffnung in Mannheim wagen - Die 13 Quadratmeter des Restaurants in Langen waren für Amadors Drei-Sterne-Küche zu klein.

«In einem so historischen Fachwerkhaus stößt man halt immer wieder an seine Grenzen», sagt Amador. Der Spanier hat in der letzten Zeit viele Objekte in Augenschein genommen, bis ihm bewusst wurde, dass er all das, was er sich wünscht, schon längst hat: In seinem eigenen Restaurant Amesa in Mannheim, das vermutlich in Amador umbenannt wird. Ab September wird Amador 70 Kilometer südlich von Langen kochen, bis dahin nutzen er und sein Team die Zeit für eine kreative Pause, den notwendigen Umzug und alle Veränderungen in den neuen Mannheimer Räumlichkeiten.

Die Drei-Sterne-Auszeichnung des Guide Michelin gilt noch ein paar Tage. Danach muss er sich diese wieder neu erkämpfen, da diese an das Restaurant gebunden ist. Dies gilt auch für die 18 Punkte im Gault Millau. Juan Amador ist neben Klaus Erfort vom Gästehaus in Saarbrücken der einzige Drei-Sterne-Koch des Landes, welcher kein Hotel im Hintergrund hat.

Juan Amador weist den Ausdruck Molekularküche von sich

Laut Amador war 2009 ein sehr schwieriges Jahr. Die Auslastung unter der Woche sei schwach gewesen, räumt der Spanier ein. An Wochenenden hingegen hätte er die Tische doppelt belegen können. In Langen, der hessischen Kleinstadt, existiert ausschließlich das Sterne-Restaurant von Amador. Allerdings kann die Ortschaft nicht alleine als Manko ausgemacht werden; auch Parkplätze und eine Terrasse fehlen.

Immer wieder wird der Drei-Sterne-Koch als Molekularkoch bezeichnet, weil er sich regelmäßig neuester Technologien bedient, um traditionellen Gerichten den modernen Feinschliff zu geben. Den Ausdruck Molekularküche weist er allerdings entschieden von sich; «Meine Kreationen spiegeln die Kochtradition Spaniens, der Heimat meiner Eltern und Großeltern wider, und meine Wurzeln sind seit jeher tief in der deutschen Küche und der französischen Grande Cuisine verankert.»

Das Restaurant Amesa in Mannheim ist ein schönes Restaurant: Hinter der Backsteinfassade der ehemaligen Puppen-Fabrik verbergen sich ein Museum mit einigen künstlerischen Werken sowie das Restaurant von Juan Amador. Grelles Weiß und knalliges Rot gemischt mit Stahl, Beton und kahlen Wänden geben ein außergewöhnliches, aber schönes Erscheinungsbild.

11. Juni 2011

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