FIZZZ Award 2016: Die besten Gastronomie-Konzepte

Foto: Daniel Schäfer
Foto: Daniel Schäfer

Bereits seit 19 Jahren vergibt die Fachzeitschrift FIZZZ ihren begehrten Award. Der FIZZZ Award zeichnet die innovativsten und besten Gastronomie-Konzepte Deutschlands aus.

In den Kategorien Trendkonzept des Jahres, Innovativste Bar, Team des Jahres, Kreativstes Café-Konzept, bestes Bier-Konzept und Erfolgsgastronom 2016 hat die Redaktion der Fachzeitschrift FIZZZ den alljährlichen FIZZZ Award vergeben. Mehr als 600 Gastronomen aus ganz Deutschland waren bei der Preisverleihung und der darauf folgenden exklusiven Partynacht im Münchner Kultclub „P1“ dabei. Die Gewinner mussten sich zum einen dem kritischen Urteil einer Expertenjury und zum anderen einem Online-Voting stellen. Beide Kategorien flossen zu 50 Prozent in die Bewertung ein.

Trendkonzept des Jahres: „Laden Ein“, Köln

Bereits seit 19 Jahren existiert der begehrte Preis, der in der Kategorie Trendkonzept des Jahres an das „Laden Ein“ in Köln geht. Hier entsteht alle zwei Wochen ein neues Restaurant. Denn wer sich ausprobieren möchte, ohne großes Risiko einzugehen, der kann zunächst das erste stationäre Pop-Up-Konzept Deutschlands mieten. Dabei ändern sich nicht nur die Speisen auf der Karte, sondern auch Kellner, Köche und das gesamte Konzept werden ausgewechselt. Zusammengefasst: Wer das Restaurant mietet, bestimmt den Inhalt. „Seit Januar 2015 waren bei uns etwa 300 verschiedene Anbieter zu Gast“, so Geschäftsführer Till Riekenbrauk. Weitere Informationen: www.laden-ein.com.

Innovativste Bar: „Circle by Cihan Anadologlu“, München

Seit Januar 2016 setzt Cihan Anadologlu seine spektakuläre Idee in München um: Die Bar „Circle by Cihan Anadologlu“ ist eine japanisch inspirierte „Craft Cocktail Bar“ in Münchens erstem Private Member Club „Hearthouse“. „Wir arbeiten mit Techniken, die eigentlich nur in der Sterneküche verwendet werden und haben internationale Bartender, die sich täglich auf die Suche nach neuen Produkten machen und auf Märkten stöbern, um neue Drinks zu kreieren, damit wir unseren Gästen ein einzigartiges Erlebnis bereiten können“, so Anadologlu. Optisch ist die Bar wie eine Arena angeordnet und verfügt über eine atemberaubende Spiegeldecke. „Wir nennen unsere Bar eine Craft Cocktail Bar, da vieles selbst hergestellt und mit großen Eisblöcken gearbeitet wird. Echtes Handwerk und innovativ für die Zukunft“, sagt Anadologlu. Weitere Informationen: www.thecircle.bar.

Team des Jahres: „Der Plattenladen“ & „Ostbar“, Bamberg

Was Moritz Niederstrasser und Roland Krefft mit ihrem Team im bayrischen Bamberg gelungen ist, hat eine ganze Stadt zum Leben erweckt. Im „Plattenladen“ und der „Ostbar“ arbeitet ein Team, welches aus Rentnern, Rappern, Familienmitgliedern und Studenten besteht. Das ist „ein Team, das aus so vielen helfenden Händen besteht, dass man sie kaum in einem gemeinsamen Foto oder Video zusammenfassen kann“, so Niederstrasser. In den Bars gibt es neben vielen „Platten“ auch kleine Snacks. „Zum Beispiel Leberkäsbrötchen, Schmalzbrot, Butterbrot, vegetarische Panini oder einen Eintopf“, so Niederstrasser im Gespräch mit inFranken.de. Weitere Informationen: www.der-plattenladen.de, www.ostbar-bamberg.de.

Kreativstes Café-Konzept: „Standl 20“, München

Auf nur 20 Quadratmetern - daher kommt auch der Name „Standl 20“ - gibt es auf dem Münchner Elisabethmarkt regelmäßig neue Kaffees, Snacks und Co. Der Kaffeeröster Johannes Bayer und der frühere Werbefachmann Toni Lohde zeigen sich für das Konzept im kleinen Markthäuschen verantwortlich. Der Markt auf dem Elisabethplatz ist einer der vier ständigen Märkte in München. Eine knapp 40-seitige Hochglanz-Broschüre und ein mehr als sechs Minuten langer Image-Film zeigen, dass sich hier ein ehemaliger Werbefachmann entfaltet. Und auch den Kaffeeröster erkannt man wieder: Neben einem Röstkaffee-Sortiment bietet der „Standl 20“ auch ausgefallene Produkte wie einige Kaffeecocktails oder Nitro-Kaffeelimo mit Filterkaffee, Zitronensaft und Holunderblütensirup aus dem Siphon. Weitere Informationen: www.comingsoon.standl20.de

Bestes Bier-Konzept: „Liebesbier“, Bayreuth

Das einzige, was ich an dem Laden scheiße finde, ist, dass er nicht mir gehört“, sagte Tim Mälzer während der Eröffnung des Restaurants „Liebesbier“ in Bayreuth. Wobei das Wort Restaurant nicht alles erzählt. Vielmehr steht hier die Verbindung aus vielfältigem Bierangebot und einfallsreicher Küche im Vordergrund. „Es war ein wirkliches Herzensprojekt“, sagt Jeff Maisel über das „Liebesbier“. Denn hier braute bereits sein Urgroßvater Bier. Der aus dem Jahr 1887 stammende Teil des Maisel Stammhauses wurde entkernt, der Boden abgesenkt, der Grundriss neu gestaltet. Im „Liebesbier“ gibt es 21 Biere vom Fass, mehr als 80 Flaschenbiere, 260 Plätze im Innen-, rund 300 Plätze im Außenbereich. Street-Art an den Wänden, hochwertige Ledersessel, maßgefertigte Barstühle und charmante Trödler-Fundstücke sorgen für einen besonderen Charme. Der Spaß hat die beiden Inhaber Jeff Maisel und Thomas Wenk satte 1,2 Millionen Euro gekostet. Weitere Informationen: www.liebesbier.de.

Erfolgsgastronom 2016: Klaus P. Wünsch, Schwabach

Klaus P. Wünsch ist der Vater der deutschen Foodtruck-Szene. Essen auf Rädern hat er - zumindest in Deutschland - zum Kult gemacht. Während Foodtrucks in anderen Ländern bereits seit Jahren in aller Munde sind, bereichern sie den deutschen Markt erst seit kurzer Zeit. Maßgeblich verantwortlich dafür ist Klaus P. Wünsch, der im Jahr 2010 mit dem ersten richtigen Foodtruck Deutschlands von sich reden machte. Doch das alleine reichte ihm nicht. Mit der Homepage „Foodtrucks Deutschland“ gründete Klaus P. Wünsch eine Plattform, welche die Aktivitäten der Branche bündelt. Darüber hinaus etablierte Wünsch das Festival „Foodtruck RoundUp“, welches zweimal pro Jahr mehr als 30 Trucks und rund 15.000 Gäste anlockt. Weitere Informationen: www.foodtrucks-deutschland.de.

15. September 2016

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