Gastgewerbe verliert an Schwung

Nachdem die deutsche Gastronomie im vergangenen Jahr das beste Jahr seit 1994 feierte, verliert die gesamte Branche nun an Schwung. Zwar nahmen deutsche Hotels und Gaststätten im Mai nominal 1,3 Prozent mehr ein als im Vorjahresmonat, preisbereinigt setzte die Branche aber 0,7 Prozent weniger um. Vergleichsweise hart traf es die Caterer: Ihr Umsatz ist real um 3,7 Prozent gesunken.

Verglichen zum Vormonat April stieg der Umsatz der Branche nominal um 0,5 Prozent, real um 0,3 Prozent. Damit konnte das Gastgewerbe die hohen Wachstumsraten aus dem vergangenen Jahr und den ersten Monaten des laufenden Jahres nicht bestätigen. Im Jahr 2011 hatte das Gewerbe ein nominales Umsatzplus von 4,1 Prozent zu verbuchen. Dabei erzielte das Gastgewerbe in den ersten fünf Monaten eine nominale Umsatzsteigerung von 2,6 Prozent.

«Vor allem in der Hotellerie war das vergangenen Jahr hervorragend», erklärte Benedikt Wolbeck vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga). Insbesondere der Inlandstourismus habe enorm angezogen. «Aber es war aber klar, dass es nicht immer so weitergehen kann», fügte der Branchensprecher hinzu. Recht hat er. Die Hotels und andere Beherbungsbetriebe schnitten mit einem nominalen Plus von 0,9 Prozent im Mai minimal schlechter ab als die Gastronomie. Diese erreichte eine Umsatzsteigerung von 1,5 Prozent (nominal).

Das gute Wetter im Mai zeigt sich für diese Statistik verantwortlich. «Im Mai hat der Getränkeausschank wegen des guten Wetters zugelegt», sagte Wolbeck. «Für die Gastronomen war das ein Wonnemonat.» Aber auch für Juni rechnet die Dehoga mit stärkeren Zahlen. «Das war sicherlich ein guter Monat» so Wolbeck.

17. Juli 2012

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