Gosch Sylt wächst und stößt auf Gegenwind

Foto: By Jan Hagelskamp1 (Own work) [<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0">CC BY 4.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AGosch_Shop.jpg">via Wikimedia Commons</a>
Foto: By Jan Hagelskamp1 (Own work) [CC BY 4.0], via Wikimedia Commons

Als Jürgen Gosch vor circa 40 Jahren seine ersten Fische auf Sylt verkaufte, da dachte er nicht daran, dass sich sein Unternehmen so wunderbar entwickeln würde. Zunächst lief der vor kurzem 70 Jahre alt gewordene Inhaber des Fisch-Bistros Gosch mit einem Korb voller Aale als freier Händler über die Insel. Nachdem er 1972 seinen eigenen Fischstand eröffnete, ging es Stück für Stück bergauf.

Der 1966 als Mauergeselle auf die Insel gekommene Nordfriese übte sich zunächst in einem Hänger mit Holzverschlag am Lister Hafen. Doch inzwischen ist Gosch mit 33 Standorten ein namhaftes Unternehmen.

Am 2. Juni eröffnet die Filiale im ehemaligen Hafenmeisterhaus in Büsum, zwei Wochen später ist das Unternehmenslogo, der leuchtend rote Hummer, auch in Scharbeutz an der neu gestalteten Strandallee zu finden.

Der Fischspezialitätenhändler hat in den vergangenen Jahren stetig expandiert – fernab der Küsten setzt man auf Franchising. Sogar auf den Weltmeeren ist das Unternehmen präsent: Eines der 33 Gosch-Outlets befindet auf dem TUI-Cruiser Mein Schiff.

Die beiden neuen Restaurants sind im traditionellen Gosch-Rot gestaltet und bieten neben einem geräumigen Innenbereich auch große Außenflächen, welche bei schlechtem Wetter beheizt und beschirmt werden. Im Standort Büsum haben die Fischliebhaber freie Sicht auf den Hafen, in Scharbeutz auf die Lübecker Bucht.

Auf Rügen wehrt man sich

Nicht jedermann befürwortet die Expansion der Fischbistro-Kette Gosch Sylt. Auf der Ostseeinsel Rügen haben Unbekannte auf die Fenster der Filiale an der Strandpromenade Binz zwei Aufkleber mit dem Schriftzug "Rügen scheißt auf Sylt" geklebt.

Außerdem wurde die Kreidefelsen-Insel mit rund 500 Aufklebern verunziert, die auf Laternen, Lokalen und natürlich am Gosch-Imbiss selbst prangten. So jedenfalls berichtete die Ostsee-Zeitung von der Eskalation. Als Grund für die Protestaktion wird ein Werbeschild des Fischgastronoms direkt vor der Binzer Seebrücke vermutet.

30. Mai 2011

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