„Guide Michelin“: Erstmals drei Sterne in Skandinavien

Zwar hat das womöglich beste Restaurant der Welt - das Noma aus Kopenhagen - erneut keinen dritten Stern ergattern können. Doch immerhin wurde genau diese Auszeichnung erstmals in Skandinavien vergeben: Der „Guide Michelin Nordic Countries 2016“ ist erschienen.

Das Team des dänischen Restaurants „Noma“ hat die Nachricht in Sydney erfahren: Wieder keine drei Sterne im „Guide Michelin“. Das Restaurant von René Redzepi, welches derzeit ein Pop-Up-Restaurant in Sydney betreibt, wurde bereits viermal zum besten Restaurant der Welt gewählt. Seit 2008 hält das „Noma“ aus Kopenhagen bereits zwei Sterne im renommierten Restaurantführer. Doch auf einen Dritten warten Redzepi und Co. seit Jahren. Auch diesmal gibt es leider keinen weiteren Stern für das Restaurant. Bis jetzt wurde das womöglich weltbeste Restaurant zwar im Guide „Main Cities of Europe“ ausgezeichnet, doch auch im nun erstmals erschienenen „Nordic Guide“ kommt das „Noma“ nicht über zwei Sterne hinaus. Auch eines der berühmtesten skandinavischen Restaurants überhaupt bekommt „nur“ zwei Sterne: Das Restaurant Fäviken Magasinet vom schwedischen Koch Magnus Nilsson.

In diesem Jahr gibt es gleich zwei Premieren für den „Guide Michelin“. Nicht nur die, dass der „Nordic Guide“ zum ersten Mal erschienen ist. Auch wurden erstmals in der Geschichte der Sternebewertung des Unternehmens Michelin drei Sterne in Skandinavien vergeben. Gleich zwei Restaurants dürfen sich über die Höchstauszeichnung des Restaurantführers freuen: Das „Geranium“ in Kopenhagen und das „Maaemo“ in Oslo.

„Das Noma ist ein bisschen zu scherzhaft für den Michelin“

Rasmus Kofoed (r.) gilt als einer der besten Köche der Welt. Mit seinem Restaurant Geranium holte er nun den dritten Stern. Foto: Geranium

Rasmus Kofoed, 41, gilt als einer der besten Köche der Welt und gewann im Jahre 2011 sogar den begehrten Kochwettbewerb „Bocuse d'Or“. „Das ist natürlich eine große Überraschung, aber es ist göttlich“, so Kofoed nach der Preisverleihung. Wo der Name seines Restaurants „Geranium“ herkommt? Ganz einfach: In seiner Anfangszeit vor rund neun Jahren verwendete der begnadete Koch Geranien als Zutat.

Auch im norwegischen Oslo ist man überrascht. Im „Maaemo“ kocht der dänische Küchenchef Esben Holmboe Bang und serviert dort an nur wenigen Tischen ein Menü aus rund 20 Gängen. Wer das neue Drei-Sterne-Restaurant besuchen möchte, der sollte Zeit mit bringen: Fünf bis sechs Stunden dauert das Prozedere.

Doch warum kommt das „Noma“ nicht auf die Höchstmarke von drei Sternen? Das Restaurant mache aus Nahrung ein Spiel, es serviere „amüsante“ Speisen, „aber es ist ein bisschen zu scherzhaft für den Michelin“, sagte zum Beispiel der Chefredakteur von „Gastro“, Jesper Uhrup Jensen, dem Fernsehsender DR.

Den neuen „Guide Michelin Nordic Countries“ können Sie hier bei Amazon kaufen. Die vollständige Liste der ausgezeichneten Restaurants finden Sie hier als PDF-Datei. Der deutsche „Guide Michelin“ erschien bereits im vergangenen November.

25. Februar 2016

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