Kevin Fehling eröffnet Restaurant in Hamburg

Foto: YouTube, Sternefresser
Foto: YouTube, Sternefresser

Schon 2012 wurden seinem Restaurant im Guide Michelin drei Sterne verliehen, die das "La Belle Epoque" bis heute hält. Nun verlässt Kevin Fehling das nördlichste Drei-Sterne-Restaurant der Welt.

Im Guide Michelin 2013, 2014 und 2015 sammelte Kevin Fehling jeweils drei Sterne. In den beiden Jahren davor erhielt das La Belle Epoque in Lübeck immerhin zwei von drei möglichen Sternen des beliebten französischen Restaurantführers. Auch der Gault-Millau zeichnete Fehlings Restaurant nun im vierten Jahr in Folge mit 17 von 20 möglichen Punkten aus. Doch jetzt ist Schluss für den 37-jährigen Sternekoch, der sich nach neuen Herausforderungen sehnt.

Ein Novum im deutschsprachigen Raum

Der gebürtige Niedersachse verlässt das Lübecker Restaurant und möchte im August ein "einzigartiges Chefs Table Restaurant in der Hamburger Hafen-City" eröffnen. Mit dem Restaurant, "das es so noch nicht gibt", startet Fehling in die Selbstständigkeit. Gemeinsam mit Restaurantleiter David Eitel, der das Columbia Hotel Travemünde ebenfalls verlässt, möchte der Sternekoch ein Restaurant erschaffen, in dem die Gäste an einem einzigen Tisch der Küche zugewandt sitzen. Die Kommunikation zwischen Küche und Gastraum spielt bei diesem Konzept die zentrale Rolle. Die Idee, welche in anderen Ländern bereits etabliert ist, stellt ein Novum im deutschsprachigen Raum dar.

Fehling hat schon in seinem jungen Alter eine hochkarätige Laufbahn hinter sich. Unter anderem arbeitete er im Park Hotel Bremen, als Küchenchef auf dem Kreuzfahrtschiff MS Europa und in den Restaurants Wollenberg und Piment, beide in Hamburg. 2003 wechselte er in die Schwarzwaldstube nach Baiersbronn, um von Harald Wohlfahrt zu lernen. Bevor er ins La Belle Epoque wechselte, kochte er außerdem im Restaurant Wullenwever in Lübeck. Seinem Küchenstil und dem für Fehling typischen Streben nach Perfektion will er treu bleiben. In einem Interview sagte er mal: "Ich will kopiert werden, nicht kopieren". Nun sei es an der Zeit, nach "unglaublich intensiven Jahren einen weiteren Schritt zu gehen", so Fehling.

20. März 2015

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