Markus Semmler ist Berliner Meisterkoch 2016

Bekanntgabe Berliner Meisterköche 2016 im Alten Zollhaus - v.l.n.r. Markus Semmler - Berliner Meisterkoch 2016, Dr. Stefan Elfenbein - Juryvorsitzender. Foto: © Christian Kielmann für Berlin Partner
Bekanntgabe Berliner Meisterköche 2016 im Alten Zollhaus - v.l.n.r. Markus Semmler - Berliner Meisterkoch 2016, Dr. Stefan Elfenbein - Juryvorsitzender. Foto: © Christian Kielmann für Berlin Partner

Seit 1997 zeichnet Berlin Partner die besten Köche rund um Berlin aus. Ein Jahr später wurde Markus Semmler zum ersten Mal Berliner Meisterkoch. Jetzt wurde der Sternekoch wieder ausgezeichnet.

Jahr für Jahr sind die Köche rund um die deutsche Hauptstadt im Ausnahmezustand. Denn bereits seit 20 Jahren zeichnet Berlin Partner jährlich die besten Köche in und in der Nähe von Berlin aus. In diesem Jahr, genau wie im Jahre 1998, wurde Markus Semmler zum Berliner Meisterkoch 2016 gewählt. Am vergangenen Donnerstag wurden die Ergebnisse der „Berliner Meisterköche 2016“ im Alten Zollhaus am Landwehrkanal bekanntgegeben. In sechs Kategorien zeichnete die 15-köpfige Jury, bestehend aus Berlins führenden Food-Journalisten, die Meisterköche aus.

Am 8. Oktober 2016 wird Semmler mit seinem Restaurant im Rahmen einer festlichen Gala im Kraftwerk Berlin geehrt. „Ich bin stolz, dass ich mich mit meinem Team in fünf Jahren mit Markus Semmler 'Das Restaurant' wieder in Berlin nach oben gekocht habe", so Semmler. „Ich freue mich das Jahr 2016, welches ich erstmals mit dem Michelin-Stern in der Tasche begonnen habe, mit der Auszeichnung 'Berliner Meisterkoch' zu krönen!". Als Begründung für die Wahl nannte Jurypräsident Stefan Elfenbein die „spektakuläre Entwicklung“ von Markus Semmler, der sich mit seinem „modernen, originellen und leichten“ Kochstil bis in den „Kocholymp“ gekocht habe. Genauer gesagt ist das Statement der Jury deutlich länger: „Die Entwicklung ist spektakulär, vom Jungkoch in Potsdam bis in den Koch-Olymp. Erfahrung ist ein Goldschatz, den man mit Sorgfalt zusammentragen muss. Genau dies hat unser Berliner Meisterkoch 2016 perfekt getan. Seine Kompositionen sind modern, originell, leicht, jedes Gericht ist ein Aromafeuerwerk am Gaumen. Und wie kocht er: Er ist ein Escoffier-Jünger, der die Basis der klassischen französischen Küche liebt, mit viel Sahne und Butter arbeitet. Die Grundprodukte sind stets erstklassig, frisch und wo immer möglich von regionalen Lieferanten. Spielraum für eigene Ideen schafft er auch. Gänseleber etwa kombiniert er mutig mit Rhabarber, der Rehrücken kommt mit schwarzen Nüssen. Showeffekte und Schickimicki bleiben außen vor.“ Gewinner Markus Semmler plant nun eine Aktion mit allen in diesem Jahr ausgezeichneten Köchen in seinem Restaurant.

In sechs Kategorien zeichnete die 15-köpfige Jury aus

Doch auch neben der Auszeichnung des Berliner Meisterkochs gab es noch weitere Kategorien. So wurde Daniel Schmidthaler von der „Alten Schule Fürstenhagen“ in der Feldberger Seenlandschaft „Meisterkoch der Region“. Die Jury begründete die Auszeichnung wiefolgt: „Wohl verdient! Denn Schmidthaler, eigentlich aus Österreich, hat das Restaurant in der Feldberger Seenlandschaft mit geduldiger Kleinarbeit zu einer weit über Mecklenburg hinaus bekannten Feinschmeckeradresse gemacht. Aus der intensiven Zusammenarbeit mit Bauern, Viehzüchtern und Fischern vor Ort verfügt er über rare Produkte, die er in einem modernen, aber nie überladenen Stil zu leichten, aromatischen Gerichten adelt. Und dabei wirkt nichts dogmatisch, jeder Teller überrascht. Nicht zu vergessen: Ehefrau Nicole, die im Gastraum die familiäre Atmosphäre schafft, in der die Küche vollends glänzen kann.

„Aufsteiger des Jahres“ ist Max Strohe vom „Tulus Lotrek“. Die Jury war hellauf begeistert: „Macarone mit Apfel-Dill-Füllung, der „Kikok-au-vin“ mit Sake, Süßkartoffel und sanftem purple Curry – nichts im genialen und dabei leicht verrückt-skurrilen Restaurant ist so, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Der Name – man achte auf die Schreibweise! – ist Programm. Die muntere Melange aus Kunst, Kulinarik und Philosophischem. Auch französische Küche gibt es hier nur scheinbar, Elemente davon schon. Was unser Aufsteiger des Jahres 2016 dafür auf die Teller bringt ist eigenständig neu, modern und dabei federleicht, hat Originalität. Intensive Aromen und gelungen kombinierte Texturen, Konsistenzen machen Spaß und den Gaumen süchtig. Fröhlich wie das Team, geht man auch nach Hause.

„Berliner Gastgeber“ wurde Viktoria Kniely vom Restaurant „Herz & Niere“. Lisa Meyer und Robert Havemann ergatterten mit ihrem Restaurant „Rosa Lisbert“ die Auszeichnung „Berliner Szenerestaurant“. Boris Radczun nahm den Titel „Gastronomischer Innovator“ entgegen. Gemeinsam mit Partner Stephan Landwehr zeigt sich Radczun für das „Grill Royal“, der „Pauly Saal“, das „dóttir“ und das „Le Petit Royal“ verantwortlich.

05. September 2016

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