New York: Amazon liefert bereits für 350 Restaurants aus

Nun liefert Amazon auch in der Weltmetropole New York City leckere Speisen von 350 verschiedenen Restaurants aus. Die Geschäftsidee des Internetriesen boomt.

Wie wir im September des vergangenen Jahres berichteten, ist Amazon auf dem amerikanischen Markt seit geraumer Zeit auch als Lieferdienst von Speisen aktiv. Damals begann das Unternehmen an seinem Standort Seattle mit der Lieferung zwischen Restaurant und Endkunde. Jetzt ist der US-Konzern auch in New York City aktiv. Sogar den deutschen Markt hat Amazon bereits ins Auge gefasst. Denn schließlich ist das hochwertige Essen auf Rädern auch schon in Deutschland angekommen. Ein lukrativer Markt, den Amazon auch bald hierzulande angreifen wird.

Unter den Lokalitäten in New York City, deren Speisen Amazon zum Endkunden bringt, sind einige namhafte Restaurants. Zum Beispiel wären da die Restaurants Le Pain Quotidien, das Restaurant Blue Ribbon Fried Chicken und das Restaurant Sarabeth's Tribeca zu nennen. Wie Sie sehen, sind die Zeiten, in denen ausschließlich Imbisse ihre Speisen liefern ließen, längst vorbei. Inzwischen kommt auch das Gourmet-Essen per Lieferbote. Zwar ist der Service für den Amazon-Kunden kostenlos, die Restaurants hingegen sollen laut verschiedener Medienberichte tief in die Tasche greifen. Demnach ist für die Restaurants eine Provision von rund 27,5 Prozent des Bestellwerts fällig. Das ist mehr als das Doppelte der Provision vieler Mitbewerber von Amazon.

„Prime Now“-Angebot jetzt auch in Berlin

Vor allem in New York City ist die Konkurrenz für Amazon sehr groß. Viele Anbieter bevölkern den Markt und haben die Weltmetropole als ihren Hotspot auserkoren. Darunter sind zum Beispiel GrubHub, Postmates oder Caviar. Mit dem großen Markt geht Amazon gelassen um und teilt mit, bald auch in das texanische Dallas zu expandieren. Damit würde der Internetriese bereits zehn US-Städte beliefern. Bis dato mit dabei: New York City, Seattle, San Francisco, Los Angeles, Chicago, San Diego, Austin, Baltimore und Portland (Oregon).

Für den Kunden ist die Bestellung recht simpel, insofern er sich bei Amazon „Prime Now“ registriert hat. Das Premium-Angebot von Amazon kostet entweder 99 Dollar im Jahr oder 10,99 Dollar pro Monat. Über die dementsprechende App können die Kunden nicht nur herausfinden, welche Restaurants sich beteiligen, sondern auch was für Speisen bestellt werden können und wie der Lieferstatus ist.

Seit wenigen Tagen kann der Dienst „Prime Now“ auch in Berlin gebucht werden, wovon Restaurantlieferungen zunächst ausgeschlossen sind. Doch alle weitere Waren liefert Amazon innerhalb einer Stunde oder in einem wählbaren Zwei-Stunden-Fenster am gleichen Tag. Dafür hält der Online-Händler knapp 20.000 Artikel in einem neuen Lager am Berliner Kurfürstendamm parat. Doch all das lässt sich Amazon auch fürstlich bezahlen. Die Prime-Mitgliedschaft kostet den deutschen Kunden 49 Euro pro Jahr. Auch ein Mindestbestellwert von 20 Euro ist notwendig. Jede „Prime Now“-Bestellung, welche innerhalb von 60 Minuten geliefert wird, kostet 6,99 Euro extra. Sollte die Bestellung nicht innerhalb von 60 Minuten geliefert werden können, dann entfallen die Zustellgebühren. Schon jetzt plant der Konzern, sein „Prime Now“-Angebot auch in anderen deutschen Großstädten anzubieten. Welche das sind, ist bislang nicht bekannt.

19. Mai 2016

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