Pay-TV-Sender Sky kurbelt Gastronomie an

Der Pay-TV-Sender Sky hat einen hohen Einfluss auf die deutsche Wirtschaft. Der Medienkonzern aus Unterföhring sorgt allein für 18.000 Jobs in Bars und Kneipen. Foto: Sky Deutschland

Der Pay-TV-Sender Sky hat einen hohen Einfluss auf die deutsche Wirtschaft. Der Medienkonzern aus Unterföhring sorgt allein für 18.000 Jobs in Bars und Kneipen.

In der gesamten deutschen Volkswirtschaft ist das Unternehmen direkt oder indirekt für 24.000 Arbeitsplätze verantwortlich. 240 Millionen lohnabhängige Steuern würde der Pay-TV-Sektor hierzulande einspielen, rechnet die Medienberatungsgesellschaft HMR International in ihrer Studie "Die dritte Säule. Wirtschaftsfaktor Pay-TV" vor. Zwar beschäftigte das 2009 aus Premiere hervorgegangene Unternehmen im Jahre 2012 nur 2.196 Mitarbeiter, doch durch die Aktivitäten in den Bereichen Lizenzsport, Film- und TV-Produktion, Gastronomie und Kundenservice entstanden im selben Jahr 21.588 weitere Beschäftigungsverhältnisse. Das bedeute zusätzliche Netto-Einkommen in Höhe von rund 350 Millionen Euro sowie ein zusätzliches Steuereinkommen in Höhe von 200 Millionen Euro, das auf Sky zurückzuführen sei.

Am deutlichsten sei der Effekt in der Gastronomie. Circa 1,3 Millionen Menschen schauen während einer Bundesliga-Saison die Spiele live in einer Sky Sportsbar. Dort geben sie dann durchschnittlich 23,44 Euro für Getränke und Speisen aus. Auf diese Weise entstand im Jahre 2012 ein zusätzliches Netto-Umsatzvolumen in Höhe von einer Milliarde Euro - etwa 2,7 Prozent des Gesamtumsatzes der Gastronomie. Sky generiert somit ein Beschäftigungsverhältnis von 17.850 Angestellten. Dieses Plus wäre noch deutlich höher, wenn man andere Sportereignisse hinzuzählt. Sky überträgt außerdem die Champions League, den DFB-Pokal, Tennis oder Golf.

Was für den Fußball schon lange gilt, scheint sich in der Gastronomie allmählich zu entwickeln: Sky ist ein unverzichtbarer Geldgeber. 50 Prozent aller Medienverwertungserlöse und rund ein Zehntel des Gesamtumsatzes der Bundesliga und der zweiten Bundesliga stammten 2012 aus Lizenzzahlungen von Sky. Summa summarum beschert Sky der deutschen Wirtschaft Umsatzeffekte von rund zwei Milliarden Euro, 24.000 Jobs sind von der Pay-TV-Plattform abhängig. "Die Ergebnisse der Studie, die zum ersten Mal überhaupt die Effekte unseres Unternehmens auf die deutsche Wirtschaft aus einem breiteren Blickwinkel untersucht, bestätigen uns, dass wir auch aus ökonomischer Perspektive eine wichtige Rolle innerhalb der Medienlandschaft für den Standort Deutschland spielen", so Sky-CEO Brian Sullivan, der zuletzt den ersten operativen Gewinn in der Geschichte von Sky verkünden konnte.

05. März 2014

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