Showküchen werden bei Gästen immer beliebter

Die Kulinarik nimmt in der Gesellschaft nach und nach einen höheren Stellenwert ein.

In Metropolen wie Berlin oder Hamburg lassen sich frühzeitig Trends erkennen, die schon bald in der ganzen Republik adaptiert werden. Dies gilt nicht nur für Modetrends, sondern auch für Architektur und Gastronomie. Die Deutschen lieben gutes Essen und erfreuen sich der zahlreichen Sterne-Restaurants in Deutschland. Es ist aber festzustellen, dass außergewöhnliche Angebote boomen: die Crossover-Küche, die Einflüsse verschiedener Kulturen zu einheitlichen Gerichten zusammen fügt, vegane Restaurants, aber auch die Showküche erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Die Vorteile einer Showküche liegen auf der Hand:

  • Der Gast erhält neben dem Essen noch ein besonderes Event, das bereits im Preis enthalten ist. Das Auge isst im doppelten Sinne mit.
  • Die offene oder einsehbare Küche gibt dem Gast das Gefühl der Kontrolle. Er kann sehen, dass die Küche sauber ist, wie der Koch aussieht und wie gekocht wird. Dies schafft zusätzliches Vertrauen ins Restaurant.
  • Wartezeiten auf das Menü werden durch den Einblick in die Küche subjektiv verkürzt.

Immer mehr Restaurants entscheiden sich dazu, ihre Küche für den Gast zu öffnen und ihm einen Einblick "hinter die Kulissen" zu gewährleisten. In der Art der Showküche gibt es dennoch eine große Variationsvielfalt.

Variationen der Showküche

Viele Restaurants nutzen das Konzept der Crossover-Küche, in der verschiedene Küchenstile vereint werden.

Genauso vielfältig wie die unterschiedlichen Länder, Kulturen und regionalen Gewürze sind, genauso abwechslungsreich kann sich die Showküche präsentieren. In japanischen Restaurants kann man dem Sushi-Meister häufig bei der frischen Zubereitung von Nigiri und Maki auf die Finger schauen. Weiterhin gibt es in einigen Restaurants die Möglichkeit, um den Tisch herum zu sitzen, in den eine große heiße Platte integriert ist, während der Koch direkt vor den Augen Gemüse und Fleisch schneidet und selbiges vor den Augen der Gäste zubereitet. Dies ist insbesondere in einer größeren Gruppe oder für ein Firmenevent ein besonderes Erlebnis. Andere Restaurants haben ihre Küche lediglich durch eine große Glaswand von den restlichen Räumlichkeiten abgetrennt.

Der Kontakt zur Küche ist somit gewährleistet, allerdings wird der Gast nicht direkt mit Gerüchen oder Hitze konfrontiert, wie es beim offenen Kochen am Tisch der Fall ist. Ein weiterer Trend, der zum Beispiel auch im veganen Restaurant La Mano Verde in Berlin zu sehen ist, ist folgender: In der nicht einsehbaren Küche werden die Speisen weitestgehend vorbereitet, um die Speisen dann an einer kleinen Theke, die vom Gast aus zu sehen ist, nach der Bestellung nur noch kurz aufzubereiten. Dies geschieht mittels minimaler Ausstattung, der Koch benötigt lediglich noch eine Fritteuse oder mobile Kochfelder für die zügige Zubereitung. Anhand von Soßenspendern, bereits zubereiten Beilagen und sonstiger Deko kann das Gericht auf diese Weise innerhalb kürzester Zeit zum Gast gelangen.

01. Oktober 2012

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