Vegetarisches Restaurant GoboChia in Frankfurt spendet Umsätze

Das Restaurant GoboChia, welches im kommenden Sommer in die Deutsche-Bank-Türme in Frankfurt am Main einzieht, überzeugt durch eine streng buddhistische Philosophie.

Was die Frankfurter Unternehmer Alex Urseanu, Micky Rosen und Mike Kuhlmann planen, soll mehr als nur Kulinarik sein. Das vegetarische Restaurant GoboChia, welches im kommenden Sommer in die Deutsche-Bank-Türme der Stadt Frankfurt am Main einzieht, spendet einen Teil seiner Einnahmen an bedürftige Menschen. Dies ist vertraglich mit der Deutschen Bank geregelt. Bereits seit dem Jahre 2007 laufen die Modernisierungsarbeiten der Bankenhochhäuser an der Taunusanlage; nun wird das Konzept erkennbar.

Im Zuge der Modernisierung möchte die Deutsche Bank ihr Auftreten verändert und zumindest einen Teil der verspiegelten Zentrale für die Öffentlichkeit freigeben. Das buddhistische Restaurant GoboChia wird im Erdgeschoss platziert, so dass dieses bald komplett für das Publikum zugänglich ist. «Früher haben sich die Leute kaum reingetraut, jetzt begrüßt sie ein großes freundliches Eingangsportal», lobt Klaus Thoma, Sprecher der Deutschen Bank.

Ausbildung der Mitarbeiter in buddhistischen Klöstern

Derzeit erreicht der Gast den «Brand-Space», sobald er den Eingang passiert. Von dort aus starten die Führungen und Kunsttouren durch das Gebäude. Bald ergänzt das vegetarische Restaurant GoboChia das Erdgeschoss, welches mit seinem Eingangsbereich für mehr Transparenz sorgen soll. Auch auf der großen Terrasse in Richtung Alter Oper, die das Restaurant idyllisch ergänzt, kann der Gast künftig buddhistische Spezialitäten genießen.

Die größte deutsche Bank wünschte sich ein nachhaltige Konzept, das nun gemeinsam mit den buddhistischen Klöstern PhatHue und PhatDao umgesetzt wird. In den beiden Frankfurter Pagoden werden die zukünftigen Mitarbeiter des Restaurants bereits ausgebildet. Im Rahmen der gesunden buddhistischen Tradition setzt das Restaurant auf Eigenproduktion: «Wir werden sehr gesundes und glücklich machendes Essen bieten, welches von den Mönchen und Nonnen des Klosters selbst hergestellt wird», berichtet Projektleiterin Kathy Goldman.

Vegetarische und vegane Speisen

Die Philosophie des Restaurants GoboChia, was «Wurzel des Teilens» bedeutet, wird auch von der Initiative «Frankfurt teilt» getragen: Einen Teil des Umsatzes werden die Frankfurter Unternehmer an bedürftige Menschen spenden, was mit der Deutschen Bank vertraglich vereinbart wurde. «Frankfurt teilt» ist eine von Mike Kuhlmann ins Leben gerufene Aktion, die Menschen dazu animieren soll, zu teilen. Egal ob Wissen, Geld, Erfahrung oder Zeit: Was geteilt wird, ist egal.

Achtsam zubereitete, vegetarische und vegane Speisen prägen das Gesamtbild des Restaurants, welches seinen Gästen die Kostbarkeiten asiatischer Tempelküchen näher bringen möchte. Die Speisen im GoboChia werden nach 1000 Jahre alter buddhistischer Tradition zubereitet und sind von der Zen-Küche inspiriert.

Der Buddhismus ist dafür bekannt, ehtisch motivierten Vegetarismus zu leben. Auch der künftige Deutsche-Bank-Chef Anshu Jain ist Vegetarier, was als geborener Inder keine Seltenheit ist. Nicht nur Fleisch, auch Zwiebeln, Möhren und andere Wurzelgemüse sind tabu, weil bei der Ernte die Pflanze stirbt. Gemeinsam mit den Frankfurter Unternehmern möchte Jain einen «mindful, healthy, vegetarian lifestyle» fördern. «Liebe das Leben, tu Gutes und lebe gut», so lautet der Slogan des Restaurants, von dem auch das Image der Deutschen Bank profitieren könnte.

09. Dezember 2011

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