Brexit: Jamie Oliver schließt sechs Restaurants

By Karl Gabor [<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0">CC BY 3.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AJamie_Oliver_(cropped).jpg">via Wikimedia Commons</a>
By Karl Gabor [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

Einige Restaurants von Jamie Oliver müssen aufgrund der Brexit-Folgen schließen. Der britische Starkoch macht sechs seiner „Italian“-Restaurants dicht.

Wie wir berichteten, plant Jamie Oliver die Eröffnung zahlreicher Restaurants in Deutschland. Wie passt das dann dazu, dass der 41-jährige Starkoch einige seiner Restaurants dicht macht? Sechs Restaurants der Kette „Jamie's Italian“ schließen. Als Grund dafür nennt der Brite die Folgen des Brexit. „Wie jeder Gastronom weiß, ist es seit dem Brexit ein schwieriges Business, der Druck und die Unsicherheit haben weiter zugenommen“, so Simon Blagden, Chef der Restaurant-Kette, die vornehmlich in Großbritannien beheimatet ist.

Ende März schließt Jamie Oliver, der immer gegen den Brexit war, sechs Restaurants seiner italienischen Kette. Schon kurz nach dem Brexit-Votum prognostizierte der britische Star-Koch „fünf holprige Jahre“. Da der 41-jährige Oliver Recht behielt, schließen nun seine Restaurants in Aberdeen, Exeter, Cheltenham, Richmond, Tunbridge Wells und Ludgate Hill (London). Von der Schließung der Restaurants seien 120 Angestellte betroffen, welche jedoch einen Job in einer der anderen Filialen bekommen sollen. „Bei wem wir dies nicht schaffen, mit dem arbeiten wir an einer alternativen Job-Lösung“, so Blagden. Allein in Großbritannien gibt es noch 36 italienische Restaurants von Oliver.

Brexit ist wohl nicht der einzige Grund

Auch wenn Jamie Oliver den Brexit als Grund für die Schließung der sechs Filialen nennt, scheint es weitere Gründe zu geben. „Um profitabel arbeiten zu können, brauchen wir 3000 Gäste pro Woche in jedem Restaurant“, so Blagden. Das sei in den sechs Filialen nicht der Fall gewesen. Aber vor allem seien die hohen Kosten für Zutaten das Problem gewesen.

Dass die Briten im Juni 2016 für einen Austritt ihres Landes aus der EU stimmten, gefällt Jamie Oliver zwar gar nicht, doch wirklich hart treffen wird es ihn nicht. In Supermärkten füllen seine Produkte wie Saucen, Gewürze oder Nudeln ganze Regale. Auch mit TV-Shows und Kochbüchern ist Oliver erfolgreich. Im Jahre 2015 setzte der britische Koch 158 Millionen Pfund (185 Millionen Euro) um. Seine Restaurantkette „Jamie’s Italian“ trug dazu mit 116 Millionen Pfund bei.

16. Januar 2017

Mehr aus der Kategorie "Aus der Gastronomie"