Burger Teufel in Solingen: Einer von Frank Rosins schwersten Fällen

Kann Sternekoch Frank Rosin (l.) dem verzweifelten Wirt wirklich in kürzester Zeit beibringen, wie man aus guten Zutaten richtig gute Mahlzeiten zubereiten kann? Foto: © kabel eins
Kann Sternekoch Frank Rosin (l.) dem verzweifelten Wirt wirklich in kürzester Zeit beibringen, wie man aus guten Zutaten richtig gute Mahlzeiten zubereiten kann? Foto: © kabel eins

Am 19. Dezember wird auf Kabel 1 um 20:15 Uhr eine Wiederholung von „Rosins Restaurants – Ein Sternekoch räumt auf!“ aus Staffel 9 ausgestrahlt.

Und zwar sehen wir in der Folge „Fettig dicke Luft im Burgerteufel“ Frank Rosin erneut in einem Restaurant, dessen Betreiber Christof Zinser die Sendung und den Sternekoch nach Ausstrahlung im Januar dieses Jahres hart kritisiert hatte. Der habe nur seine Show abziehen wollen, sinnvollen Tipp habe er keinen einzigen bekommen, so der gelernte Bäcker. Gelegenheit, um noch einmal zurückzublicken und zu sehen, was aus dem Solinger Burger-Restaurant geworden ist.

Die Ausgangslage

Frank Rosin (l.) gibt seinem neuesten Schützling ein Kochcoaching und zeigt ihm, wie man richtig gute Mettburger und Cesar Salads macht ... Foto: © kabel eins
Frank Rosin (l.) gibt seinem neuesten Schützling ein Kochcoaching und zeigt ihm, wie man richtig gute Mettburger und Cesar Salads macht ... Foto: © kabel eins

Zwei Monate vor „Roses“ Besuch hatte der gelernte Bäcker in Solingen ein Burger-Restaurant eröffnet und hierzu einen Kredit über 25.000 Euro aufgenommen. Jedoch lief das Geschäft nur sehr schleppend an. Maximal sechs Besucher verirrten sich über den Tag verteilt in den Teufel, viel zu wenige, um wirtschaftlich zu sein. Daher musste Christof Zinser nebenher noch in seinem Hauptjob als Bäcker arbeiten. Jedoch wusste sein Chef nichts von seiner Nebentätigkeit. Für gelerntes Personal war kein Geld vorhanden. Christof ist kein gelernter Koch und sein Stiefvater Udo hat zwar neun Jahre Gastronomieerfahrung ist jedoch auch Quereinsteiger. Den Service übernahm als Aushilfe Christofs Mutter Heiderose. Zudem gab es noch eine unzuverlässige Servicekraft.

Frank Rosins Besuch im Burger Teufel

Wie gewohnt wurde bei Rosins Besuch ein Testessen durchgeführt, das jedoch im absoluten Chaos endete. Christof und Team zeigten sich überfordert, die Küche war verraucht und der Gastraum roch schnell nach Fritteusenfett, weil der Abzug in der Küche nicht richtig funktionierte. So musste das Testessen abgebrochen werden und es konnten keine Punkte vergeben werden.

Rosin ging nach dem missglückten Testlauf mit dem Betreiber des Solinger Burger Teufels hart ins Gericht. Er bemängelte unter anderem das schlechte Fleisch, das verwendet wurde, die Pommes vom Discounter, den laschen Service und die nahezu komplett fehlende Buchhaltung und erklärte Christof unumwunden, er habe von Tuten und Blasen keine Ahnung.

Um den Burger Teufel zu retten, verlangte Rosin einige Änderungen. So sollte die Zahl der Burger reduziert werden, eine neue Burgersauce eingeführt werden, Christof sollte sich neue Burger ausdenken und seinen Arbeitgeber über seine Selbstständigkeit im Nebenerwerb informieren. Zudem engagierte „Rose“ einen Mental-Coach und verpasste dem ungelernten Christof ein umfangreiches Koch-Coaching. Des Weiteren wurde der Gastraum renoviert und ein Food Truck organisiert, in dem Burger angeboten wurden, um Gäste anzulocken. Nach all diesen Änderungen fand ein weiteres Testessen statt, bei dem Christof immerhin 38 von 50 Punkten erreichen konnte. Für ihn zufriedenstellend, für Frank Rosin zu wenig.

Hart Kritik von Betreiber Christof Zinser nach der Sendung

Frank Rosin (r.) lässt seinen neusten Schützling mit einer gewieften Aktion unter die Leute: Ein Foodtruck soll die Menschen auf den Wirt und seine Gerichte aufmerksam machen ... Foto: © kabel eins
Frank Rosin (r.) lässt seinen neusten Schützling mit einer gewieften Aktion unter die Leute: Ein Foodtruck soll die Menschen auf den Wirt und seine Gerichte aufmerksam machen ... Foto: © kabel eins

Einige Wochen nach Erstausstrahlung wurden das Format und der Spitzenkoch von Zinser hart kritisiert. So behauptete Zinser unter anderem, er habe Frank Rosin nicht um Hilfe gebeten und wäre auch nicht auf diese angewiesen gewesen. Der Koch sei mit Kamerateam einfach um 9 Uhr morgens vor seiner Tür gestanden. In Folge räumte er jedoch ein, dass eine Freundin der Produktion geschrieben hätte und die sich daraufhin „mal locker gemeldet hätten“, jedoch sei er nicht davon ausgegangen, dass das Team direkt vorbeikäme und er spontan für 20 Personen kochen müsse.

Er behauptet weiterhin, das bemängelte Fleisch sei von Rosin selbst mitgebracht worden und die Pommes, die der Sternekoch bemängelt habe, würden inzwischen selbst gemacht. Auch habe er Rosin schon bei seinem Besuch erklärt, dies ändern zu wollen. Insgesamt riet er von der Zusammenarbeit mit Rosin ab. Er möge zwar kompetent sein, aber habe nur mit ihm gesprochen, wenn die Kamera lief, so der gelernte Bäcker. Die Burgersauce, die Rosin eingeführt habe, sei wieder aus dem Sortiment genommen worden, da sie den Gästen zu essiglastig gewesen sei. Rosin hingegen blieb bei seiner Darstellung.

Der Burger Teufel heute

Der Burger Teufel ist nach wie vor geöffnet und wirbt auf seiner Website unter dem Motto „Höllisch gut und teuflisch lecker“ mit 100 Prozent frischen Zutaten von regionalen Produzenten. Seinen Bäckerjob gab Christof nach Angaben des K1-Magazins fünf Wochen nach Rosins Besuch auf, um sich voll auf den Burger Teufel zu konzentrieren. In den Facebook-Bewertungen erreicht das Solinger Burger-Restaurant im Durchschnitt 4,6 von 5 möglichen Punkten.

13. Dezember 2017