Giftmüll-Skandal um Til Schweigers Restaurant

Foto: By Thomas Schmidt (netAction) (Own work) [<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">CC BY-SA 3.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ABoulevard-der-stars-IMG_1147x.JPG">via Wikimedia Commons</a>
Foto: By Thomas Schmidt (netAction) (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Im Frühjahr dieses Jahres entdeckte ein Polizist illegal entsorgten Giftmüll. Die gefährlichen Substanzen stammen offenbar aus dem Restaurant von Til Schweiger, dem „Barefood Deli“ in Hamburg.

Im Hamburger Stadtteil Rahlstedt befindet sich ein eindrucksvolles Naturschutzgebiet. Das Stellmoorer Tunneltal liegt an der Grenze zu Schleswig-Holstein und ist ein europäisches Schutzgebiet nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie. Die abwechslungsreiche 217 Hektar große Hügellandschaft beheimatet viele Pflanzen und Tiere. Laut der Hamburger Morgenpost entdeckte ein Polizist im Frühjahr an der Straße Herdenpfad einen Berg von sogenannten „Big-Bags“ - Großbehälter, die in der Regel auf dem Bau verwendet werden. Darin fand die Polizei unter anderem Bauschutt, Dämmmaterial, Bauschaum-Sprühflaschen, Klebekartuschen und Sprüh-Lack. Alles für die Umwelt gefährliche Substanzen.

Dokumente verraten den Herkunftsort

Das Naturschutzgebiet Stellmoorer Tunneltal in Hamburg-Rahlstedt ist europäisches Schutzgebiet nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie.
Das Naturschutzgebiet Stellmoorer Tunneltal in Hamburg-Rahlstedt ist europäisches Schutzgebiet nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie.

Zuletzt gab es öffentliche Diskussionen um sein teures Leitungswasser und die Lärm-Beschwerden bei der Eröffnung seines Hotels in Timmendorfer Strand. Jetzt bildet der Giftmüll-Skandal ein zusätzliches problematisches Kapitel für den 53-jährigen Schauspieler. Die in Hamburg für die Umweltdelikte zuständige Wasserschutzpolizei ermittelte in dem Giftmüll-Fall und stellte fest, dass das Restaurant von Til Schweiger dahintersteckt. Der Ursprung dieser Umweltverschmutzung, das verrieten beiliegende Dokumente, war die Lilienstraße 5-9 in der Hamburger Innenstadt. Hier wurde Anfang November des vergangenen Jahres das „Barefood Deli“ eröffnet.

Dafür musste sich vor wenigen Wochen Marian K., der Chef einer Entsorgungsfirma, vor dem Amtsgericht Wandsbek verantworten. Er war mit der fachgerechten Entsorgung der Baumaterialien beauftragt und wurde letztlich freigesprochen. Der Freispruch kam dadurch zustande, dass Schweigers Bauleiter ausgesagt hatte, dass zwei weitere Unternehmen mit der Schuttabfuhr beauftragt worden waren. Nun ermittelt die Wasserschutzpolizei, welche Firmen daran beteiligt waren. Gegenüber der Hamburger Morgenpost erklärte eine Sprecherin von Til Schweiger, dass man sich nicht erklären könne, wie der Müll im Naturschutzgebiet Stellmoorer Tunneltal gelandet ist.

03. Juni 2017

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