Oktoberfest 2017: Was kosten die Wiesn-Schmankerl?

Heute ist es wieder soweit. Das größte Volksfest der Welt wird eröffnet und bis zum 03. Oktober können sich Wiesn-Besucher nicht nur auf kühlen Gerstensaft, sondern auch auf die typisch bayerischen kulinarischen Spezialitäten freuen. Günstiger wird der Wiesn-Besuch allerdings nicht. Wir haben uns die Preise auf dem diesjährigen Oktoberfest für Sie angesehen.

Wenn es am heutigen Tag nach 10 Wochen Aufbauzeit auf der Theresienwiese wieder heißt „O’zapft is“ und der bayerische Ministerpräsident traditionsgemäß vom Münchner Oberbürgermeister die erste Maß überreicht bekommen hat, dürfen auch die anderen Wiesn-Besucher ihren Gaumen mit bayerischem Bier erfrischen. Letztes Jahr waren es 5,6 Millionen Menschen, die dem Münchner Oktoberfest einen Besuch abstatteten.

Von Paulaner bis Hofbräu

Im Jahr 2016 wurden in den Oktoberfestzelten insgesamt 6,6 Millionen Maß Bier ausgeschenkt. Dieses Jahr wird die Zahl wohl ähnlich sein. Wählen kann der Festbesucher zwischen Löwenbräu (Löwenbräu-Festhalle, Schützen-Festzelt), Augustiner (Fischer Vroni, Augustiner-Festhalle), Paulaner (Armbrustschützenzelt, Winzerer Fähndl, Käfer’s Wiesn-Schänke), Spaten-Franziskaner (Marstall, Schottenhammel, Ochsenbraterei), Hacker-Pschorr (Hacker-Festzelt, Pschorr-Bräurosl) und Hofbräu (Hofbräu-Festzelt). Einzig im 14. Festzelt, dem Weinzelt, gibt es kein Bier. Radler wird in vier Zelten nicht ausgeschenkt.

Die Mass Bier kostet zwischen 10,60 und 10,95 Euro

Im Vergleich zu 2016 ist – wie schon gewohnt – auch der Bierpreis auf dem 184. Münchner Oktoberfest erneut gestiegen und zwar um ganze 3,11 Prozent. Damit erhöhte er sich schneller als das allgemeine Preisniveau in Deutschland. Eine Bierpreisbremse wurde im Vorfeld abgelehnt. Am teuersten ist das Bier bei der Fischer Vroni. Jedoch ist der Pro-Kopf-Bierkonsum nach einem kontinuierlichen Anstieg zwischen 1985 und 2016 von 0,9 auf 1,3 Liter im letzten Jahr laut einer UniCredit-Analyse auf 1,18 Liter pro Wiesn-Besucher gesunken. Die antialkoholischen Getränke liegen preislich nur knapp unter dem Bierpreis.

Von Schweinshaxe bis Brathendl

360.000 Brathendl wurden im letzten Jahr auf der Theresienwiese verzehrt und zählen neben Schweinshaxe, Obazda und der obligatorischen Münchner Weißwurst zu den bayerischen Schmankerln auf dem Oktoberfest. Auch hier sind die Preise gestiegen. So muss man für ein halbes Brathendl ohne Beilagen 2017 mit einem Preis von bis zu 11,90 Euro und für die Schweinshaxe mit einem Preis von bis zu 19,00 Euro rechnen. Ein Paar Münchner Weißwürste ist nach aktuellem Stand für bis zu 7,60 Euro zu haben, Obazda für 12,50 Euro.

Erstmalig kann auf dem Oktoberfest dieses Jahr per App bezahlt werden. Das System der Anbieter Meinfest und Blue Code wird an über 50 Stellen auf dem Oktoberfest akzeptiert.

Ein Speisekarten-AbC für Wirtsleut’

Der Förderverein Bairische Sprache und Dialekte (FBSD) hat pünktlich zum Oktoberfest eine Art Wörterbuch für Wirtsleute herausgebracht, mit dem er diese dazu motivieren möchte, ihre Speisekarten sprachlich umzugestalten. So soll bei typisch bayerischen Gerichten wie dem Kren (Meerrettich), dem Radi (Rettich) oder dem Wammerl (Schweinebauch) den mundartlichen Begriffen der Vorzug gegeben werden. Der FBSD ist auf der „Oidn Wiesn“ auch mit einem eigenen Infostand im Museumszelt zu finden.

Einige allgemeine Informationen zum Münchner Oktoberfest

Auf der 42 Hektar großen Theresienwiese gibt es rund 119.000 Gastplätze. Das größte Zelt ist das Hofbräu mit 9.991 Plätzen, am kleinsten sind die Cafés Schiebl und Gugelhupf mit je 60 Gastplätzen. Die ersten beiden Dienstage sind Familientage mit ermäßigten Preisen bei fast allen Anbietern (bis 19 Uhr). Der Eintritt ist an allen Tagen kostenlos.

Öffnungszeiten

  • Bierzelte: Montag bis Donnerstag von 10:00 Uhr bis 23:30 Uhr (letzter Bierausschank um 22:30 Uhr), Samstag und Sonntag ab 09:00 Uhr.
  • Käfer’s Wiesn-Schänke und das Weinzelt schließen erst um 1:00 Uhr, die Hühnerbratereien, Cafézelte und Wurstimbisshallen um 23:00 Uhr.
  • Fahrgeschäfte/Schausteller: Sonntag bis Donnerstag von 10:00 bis 23:30 Uhr, Freitag und Samstag bis 24:00 Uhr.
16. September 2017

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