Räucherlachs ist das Geld nicht wert

Seit Jahren ist die Stiftung Warentest ein Garant für das Einkaufsverhalten deutscher Konsumenten. Aktuell testete die Zeitschrift den Räucherlachs und befand das Testergebnis für nicht ausreichend. Nur 7 von 18 Produkten ernteten ein „gut". Interessanterweise stammen die „guten“ Produkte ausschließlich aus der Fischzucht, während der Wildlachs im Ergebnis eher abrutschte.

Ausgerechnet der frische Fisch von der Theke schnitt am schlechtesten ab: Der teure irische Wildlachs (14,80 Euro pro 100 Gramm) aus dem KaDeWe war verdorben und entpuppte sich zusätzlich als Zuchtfisch. Das Urteil „mangelhaft“ versteht sich daher von selber. Das Berliner Kaufhaus zog mit der Kündigung seines Fischlieferanten unverzügliche Konsequenzen. Dieser hatte den falsch etikettierten Zuchtlachs als irischen Wildlachs angeboten. Zu den Siegern des Tests zählen die Produkte von Friedrichs. Sie erhielten die Note „gut". Der Räucherlachs aus konventioneller Zucht kostet 4,00 Euro, der aus ökologischem Anbau 5,30 Euro. Interessant: Der Farmlachs von Lidl und Aldi (Süd) bekam, bei einem deutlichen günstigeren Preis, ebenfalls die Note "gut". Dieser kostet 1,40 Euro pro 100 Gramm. Der beste Wildlachs hingegen schneidet im Test nur „befriedigend" ab. Er kommt von Stührk und kostet 3,80 Euro pro 100 Gramm.

Für Hautreste, Impfflecken, undefinierbare braune Flecken und Gräten gab es Minuspunkte. Ebenfalls gab Abwertungen für Scheiben, die beim Entnehmen zerrissen. Ein leicht bitterer und brennender Nachgeschmack gab ebenso einen Punktabzug, wie eine erhöhte Keimanzahl, die ein Zeichen von mangelnder Hygiene oder schlechter Kühlung sein kann. Minuspunkte gaben die Tester für blaue Impfflecken, Hautreste, Gräten, undefinierbare braune Flecken oder Scheiben, die beim Entnehmen zerreißen. Für einen leicht bitteren und brennenden Nachgeschmack gab es ebenso Punktabzüge wie für eine erhöhte Keimzahl, die ein Zeichen von schlechter Kühlung oder mangelnder Hygiene sein kann.

06. Januar 2010