Coffee to go geht auch ohne Müll

Die Design-Initiative "The Betacup Challenge" kämpft gegen eine erschreckende Statistik: 58 Milliarden Kaffeebecher, fast zehn Stück pro Erdbewohner, werden jedes Jahr weggeworfen und nicht recycled. Die Initiative sammelt nun interessante Ideen für eine Reduktion der Abfälle.

Wenn heutzutage "Coffee to go" erwähnt wird, dann wissen sogar ältere Menschen bescheid. Es handelt sich um einen Kaffee, der unterwegs getrunken werden kann. Dass dies oft in Anspruch genommen wird, beweist auch die Tatsache, dass Kaffee hinter Leitungswasser das zweitbeliebteste Getränk der Welt ist. Nachdem man im 21 Jahrhundert vornehmlich unterwegs ist, verwendet man aus praktischen Gründen tendenziell verschiedene Dinge nur einmal. Die "Coffee to go"-Welle schwappte so stark nach Deutschland, dass wir uns jetzt sogar sorgen um die Umwelt machen müssen.

58 Milliarden Einmal-Becher für Kaffee werden alljährlich weggeworfen. Wie auch die Initiative "The Betacup Challenge" findet, ist das viel zu viel. Sie lädt jeden ein, sich über Verbesserung und Vermeidung Gedanken zu machen. Bis zum 15. Juni noch können Ideen auf der Plattform jovoto.com eingereicht werden. Anschließend entscheidet die Community darüber, welche Lösungen die besten sind. Inititator Shaun Abrahamson: “Gute Lösungen müssen Produktdesign, Kommunikation und Anreize berücksichtigen, um das Konsumentenverhalten zu verändern, und sie müssen innerhalb bestehender Service- und Recycling-Infrastrukturen funktionieren.

Als eine Art Anreiz stellt Kaffeehaus Starbucks 20.000 Dollar bereit, die unter den vier besten Lösungen verteilt werden. Starbucks will seine Getränke spätestens 2015 zu 100% in wiederverwendbaren Bechern verkaufen und hat hohes Interesse an praktikablen Lösungen.

31. Mai 2010

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