Italien stoppt spanische „Mafia“-Restaurants

Die italienische Regierung hat einen EU-Beschluss erwirkt, nach dem die spanische Restaurantkette „La Mafia“ ihren Namen ändern muss. Sie nutzte das Image der Verbrecherorganisation.

In Spanien nutzte eine Restaurantkette das Image der Mafia, um italienische Speisen zu verkaufen. Nun erwirkte die italienische Regierung einen EU-Beschluss, der die Kette „La Mafia“ zu einer Namensänderung zwingt. Die Regierung in Rom fürchtete um den Ruf der italienischen Küche, weshalb die spanische Restaurantkette keine Restaurants mehr unter dem Namen „La Mafia“ betreiben darf.

Provokante Slogans wie „Die Mafia schafft Arbeitsplätze“ oder „Die Mafia setzt sich mit an den Tisch“ sorgten letztlich für das Verbot des umstrittenen Namens. Im Inneren der Restaurants hängen Bilder von sizilianischen Mafia-Bossen, wie zum Beispiel Calogero Vizzini, Vito Corleone und Lucky Luciano. Aber auch die Speisekarte der „La Mafia“-Restaurants erinnert an die sizilianische Cosa Nostra. Die spanische Restaurantkette beschäftigt rund 400 Mitarbeiter in circa 40 Filialen.

„Beeinträchtigt das Bild der italienischen Küche“

Die offizielle Begründung des Amtes der Europäischen Union für geistiges Eigentum: „Die Verbindung mit dem Begriff Mafia beeinträchtigt das Bild der italienischen Küche“. Darüber hinaus werfe das Konzept der spanischen Restaurantkette ein positives Licht auf eine Organisation, die gefährlich sei und nicht nur Italien bedrohe. „Das ist eine wichtige Entscheidung“, so Rosy Bindi, gegenüber der italienischen Zeitung „La Repubblica“. „Die italienische Küche - die exzellent ist - kann nicht mit der Marke der Mafia in Verbindung gebracht werden“, so der Vorsitzende des parlamentarischen Antimafia-Ausschusses weiter.

24. Oktober 2016

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