Nackt-Restaurant in Tokio verweigert Dicken den Zutritt

Nach Melbourne und London eröffnet im kommenden Monat auch in Tokio ein Nackt-Restaurant. Doch in Japans Hauptstadt müssen dicke Menschen leider draußen bleiben.

Pünktlich zur Eröffnung eines Nackt-Restaurants in London plant auch die japanische Hauptstadt Tokio ein solches Konzept. Das nach Melbourne und London bereits dritte Nackt-Restaurant der Welt hat allerdings ganz besondere Regeln: Dicke müssen draußen bleiben. Das Nackt-Restaurant in Tokio soll im Juli eröffnet werden, sorgt allerdings schon jetzt für irre Schlagzeilen. „Wenn Sie mehr als 15 Kilogramm über dem Durchschnittsgewicht für Ihre Größe liegen, bitten wir Sie, auf eine Reservierung zu verzichten“, heißt es auf der Website des Restaurants „The Amrita“.

Sollte es ein Gast vor die Tür des Restaurants wagen, der stark nach Übergewicht aussieht, wird er gewogen. Wer dann mehr als 15 Kilogramm über dem Normalgewicht liegt, der muss leider wieder gehen. Allerdings bekommt derjenige sein im Voraus gezahlten Eintrittspreis in diesem Fall nicht zurück. Den Vorwurf der Diskriminierung weist das japanische Restaurant entschlossen zurück und erinnert an einen Fall im Londoner Nackt-Restaurant. Dort seien Dicke zugelassen - und schon hagelte es Beschwerden. In London haben sich „Gäste beschwert, dass sie einen schrecklichen Abend verbracht haben“, so Miki Komatsu. „Wenn fette Leute eingelassen würden, wäre das mies für die anderen Gäste“, so die Sprecherin des Restaurants weiter.

Rund 660 Euro für eine Eintrittskarte

Doch nicht nur was das Gewicht betrifft, kommt das japanische Restaurant mit Restriktionen daher. Auch das Alter kann man sich nicht aussuchen. Nur zwischen 18 und 60 Jahren wird man für einen Restaurantbesuch zugelassen. Die Gäste müssen ihre gesamte Kleidung ablegen und erhalten dann Einweg-Unterwäsche. Und - hier kommt die nächste Einschränkung - Tattoos sind auch verboten!

Wer es dann doch in das Restaurant schafft, der sollte laut Regeln des „The Amrita“ darauf achten, andere Gäste nicht durch Berührungen oder Ansprechen zu belästigen. Doch vor allem sollte derjenige ein gut gefülltes Portemonnaie besitzen: Bis zu 80.000 Yen (rund 660 Euro) kostet eine Eintrittskarte. In diesem Preis ist das Essen, welches pro Menü zwischen 115 und 230 Euro teuer ist, nicht inbegriffen. Wem das Spektakel all das Geld wert ist, der sieht Kellner in Tanga und eine Tanzshow mit männlichen Models.

12. Juni 2016

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