Tiffin Projekt: Umweltfreundliches Take-Away

Seit Jahren kümmern sich Restaurants, Bars, Bistros, Cafés und Co. darum, beim Thema Take-Away möglichst umweltfreundlich zu sein. Das Problem ist, dass darunter meistens der Geschmack leidet. Nun soll das Tiffin-Projekt die Lösung bieten.

Wer kennt es nicht: Nudeln aus der Styroporbox, Coffee-to-to im Pappbecher, Sushi im Plastikbehälter. All das kann nicht umweltfreundlich sein. Als Antwort auf das wachsende Müllproblem und die damit verbundenen Umweltbeeinträchtigungen hat das Berliner Start-up-Unternehmen „ECO Brotbox“ das Tiffin-Projekt ins Leben gerufen. Ein weiterer Vorteil: Durch die Verwendung von Edelstahl geht der Geschmack der Speisen nicht verloren.

Das Vorbild kommt aus Indien

Eine Lunchbox aus schadstofffreiem Edelstahl soll die Welt verändern. Eine Idee, die Sie schon mal gehört haben? Richtig. Im indischen Mumbai bekommen täglich über 200.000 Menschen ihr Mittagessen in einem solchen Behälter ins Büro geliefert. Nicht erst seit gestern, sondern seit mehreren Jahrzehnten. Es wird Zeit, dass ein sonst so modernes Land wie Deutschland auch hier nachzieht. Gesagt, getan. Das Berliner Start-up hat eine eigene Box kreiert, die sich durch ihr mehrlagiges Design für das Mitnehmen von kompletten Mahlzeiten eignet. Das Wort „Projekt“ in „Tiffin-Projekt“ kommt nicht von ungefähr. Das Berliner Start-up bietet den Gästen in ausgewählten Partnerrestaurants die Möglichkeit der Wahl zwischen der Tiffin-Box und einer herkömmlichen Einwegverpackung. Die bestellte Mahlzeit wird also auf Wunsch in den Edelstahlbehälter gefüllt. Mit jedem Einsatz der Box können schätzungsweise 30 Gramm Müll vermieden werden. Die Box wird im Restaurant ausgeliehen und kann zu einem späteren Zeitpunkt wieder zurückgegeben werden. In Ländern wie England, Kanada oder der Schweiz werden derzeit ähnliche Projekte bekannt. Dort ist eine rege Beteiligung vorhanden.

Um auch Deutschland sauberer zu gestalten, soll dieser Trend jetzt auch in Berlin durchstarten. „Ein großes Ziel ist es natürlich, immer mehr Menschen zu einem nachhaltigen Lebensstil anzuregen, um langfristig die Umweltbelastung durch Plastik und anderen Müll zu verringern.“, erklärt Projektleiter Hendrik Raufmann. „Wir hoffen als regionale Initiative auf die Unterstützung vieler umweltbewusster und experimentierfreudiger Berliner!“.

Crowdfunding soll Projekt finanzieren

Damit das „Tiffin-Projekt“ überhaupt starten kann, sollen zunächst die nötigen finanziellen Mittel gesammelt werden. Dabei soll unter anderem eine Crowdfunding-Aktion helfen. Auf startnext.de sucht das Projekt nach Unterstützern und hat zum Ziel, bis einschließlich des 30.06. diesen Jahres 30.000 Euro zu sammeln. Damit möchte das Start-up 10 Restaurants mit einer Grundausstattung an Tiffin-Boxen versorgen (ca. 10.000€), das Tiffin-Projekt bekannt machen (ca. 2000€/Monat) und dafür sorgen, dass das Team für die Arbeit entlohnt wird und einen Arbeitsplatz hat (ca. 10.000€/Monat). Stand jetzt wurden bereits circa 3.500 Euro gesammelt.

15. Juni 2015

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