McDonald's: Aufschwung mit ganztätigem Frühstück

Zuletzt ging der Umsatz von McDonald's stark zurück. Nun, erstmals nach zwei Jahren, meldet die Fastfood-Kette wieder Wachstum in den USA. Auch in Deutschland rechnet man mit zunehmendem Erfolg. Grund dafür ist das angebotene ganztägige Frühstück.

Nach zwei Jahren der sinkenden Umsatzzahlen in den USA kämpft sich McDonald's derzeit zurück. Mit seinem ganztägigen Frühstück scheint der Fastfood-Riese den Nerv seiner Kunden getroffen zu haben. Konzernchef Steve Easterbrook kann sich feiern lassen: Nur ein Jahr nachdem der Brite den kriselnden Fast-Food-Konzern übernahm, färbten sich die Zahlen von rot in schwarz. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2015 machte McDonald's mehr Gewinn, als von Experten erwartet wurde. Der Überschuss verbesserte sich um rund zehn Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar. Der bereinigte Umsatz, bei dem zum Beispiel Währungseffekte herausgerechnet werden, stieg um fünf Prozent. Aufgrund des starken US-Dollars sanken die Umsatzzahlen hingegen um vier Prozent auf 6,34 Milliarden Dollar.

Das Unternehmen macht neben der steigenden Nachfrage in China auch das neue Frühstücksangebot im US-Markt für die Umsatzsteigerung verantwortlich. Seit einigen Monaten können McDonald's-Kunden in den USA ganztägig frühstücken. Auch das im vergangenen Jahr von Easterbrook ausgerufene Sanierungskonzept erzielte Erfolge. Im Mittelpunkt standen die Verbesserung der Lebensmittelqualität, weniger Managementebenen und der Verkauf von eigenen Restaurants an Franchisenehmer.

„Unser angekündigter Wandel greift“

Es scheint, als könnte sich McDonald's fiktive Werbefigur Ronald erstmal entspannt zurücklegen.

Auch Holger Beeck ist zufrieden. Der McDonald's-Deutschland-Chef sagt: „Unser angekündigter Wandel greift.“ Und es geht noch weiter. Bis 2019 möchte das Unternehmen gemeinsam mit seinen Lizenzpartnern rund 450 bis 500 Millionen Euro in die Modernisierung der Restaurants investieren. Darunter gehören neben vielen optischen Aspekten auch ein individuellerer Service und das bargeldlose Bezahlen. Das Unternehmen hat bereits 25 Filialen auf den neuesten Stand gebracht, um die Resonanz der Kunden berücksichtigen zu können. Aus den Filialen, welche zum Beispiel über einen Tischservice verfügen, kommen nur positive Rückmeldungen, wie das Unternehmen mitteilte. Daher sei die Modernisierung 200 weiterer Restaurants zu erwarten. Die Umrüstung beginne schon Anfang Juli, sagte Beeck. In Deutschland hat das Unternehmen derzeit 1.478 Schnellrestaurants und rund 58.000 Beschäftigte.

Wir haben 2015 mutig und dringend gehandelt, um das Geschäft neu aufzustellen“, so Konzernchef Steve Easterbrook. Auch Mark Kalinowski attestiert McDonald's eine gute Arbeit: „McDonald's hat seinen magischen Touch wieder gefunden“, schrieb der Analyst von Nomura. Auch die Aktionäre scheinen das ähnlich zu sehen: Ende Dezember war die Aktie auf ein Allzeithoch von 120 Dollar gestiegen. Die Idee Easterbrooks, McDonald's zu einer „modernen Burger-Kette“ zu machen, scheint sich in die richtige Richtung zu entwickeln.

26. Januar 2016

Mehr aus der Kategorie "Systemgastronomie"