Bitburger plant Gratis-WLAN für 70.000 Restaurants

Foto: Bitburger
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Die im Jahre 1817 gegründete Brauerei Bitburger möchte 70.000 Restaurants mit WLAN ausstatten. Das betrifft von Bitburger belieferte Kneipen und Restaurants im gesamten Bundesgebiet.

70.000 von der Brauerei Bitburger belieferte Restaurants und Kneipen sollen WLAN bekommen. In allen deutschen von Bitburger belieferten Gastronomiebetrieben sollen Gäste damit künftig frei zugänglich im Internet surfen können, wie Brauereichef Werner Wolf der „Wirtschaftswoche“ mitteilte. Unterstützung bekommt die Bitburger-Gruppe, zu der auch König Pilsener, Köstritzer oder Wernersgrüner zählen, von der Deutschen Telekom. In einem Ende März startenden Pilotprojekt sollen zunächst ein Dutzend Bars, Restaurants und Kneipen in Frankfurt am Main und Trier mit WLAN ausgestattet werden. Jeder Gast kann das Netzwerk dort eine Stunde lang kostenlos nutzen. Für längere Online-Zeiten ist eine Registrierung mit Angabe des Alters, der E-Mail-Adresse und des Namens notwendig. Ein Vorteil für den Gastronomen: Die Daten können für Aktionsangebote oder Gewinnspiele genutzt werden.

Hintergrund der Aktion sind vermutlich die rückläufigen Verkaufszahlen der Brauerei. Eine neue Digitalisierungsstrategie der Braugruppe, die einen Jahresumsatz von rund 785 Millionen Euro erzielt hat, soll den Kundenkontakt direkter und persönlicher werden lassen. „TV-Werbung verliert an Bedeutung. Daher müssen wir andere Kanäle finden“, so Wolf gegenüber der „Wirtschaftswoche“.

Bierverbrauch in Deutschland sinkt

Bereits seit Jahren ist der Bierverbrauch in Deutschland rückläufig.

Unser Ziel ist es, dem Gastronomen für die Digitalisierung die richtigen Werkzeuge an die Hand zu geben“, erklärte Rainer Noll, Vertriebsdirektor der Bitburger Braugruppe, dem Trierischen Volksfreund. „Außerdem erhalten sowohl der Gastronom als auch wir wichtige Informationen über die Interessen und Wünsche der Gäste und Biertrinker. So können wir gemeinsam mit den Gastronomen den Gästen entsprechende attraktive Angebote machen“, so Noll weiter. Ob man die Gastronomen auf irgendeine Art und Weise an den Kosten beteiligen wird, soll das Pilotprojekt zeigen. Im Anschluss daran möchte Bitburger das Konzept auf ganz Deutschland erweitern. Gleichzeitig weiß Bitburger auch, dass nicht alle 70.000 Partner mitmachen werden. „Es wird sicher Gaststätten und Kneipen geben, die das nicht wollen oder es gibt bauliche oder technische Probleme, die es schwierig machen“, heißt es aus Bitburg.

Bereits seit Jahren trinken die Deutschen immer weniger Bier. 2006 trank jeder Deutsche noch 116 Liter pro Jahr, 2014 waren es nur noch 107. Bitburger ist nach eigenen Angaben beim Absatz bundesweit die Nummer drei. Die Braugruppe beliefert 70.000 Gaststätten, Restaurants und Kneipen, darunter 50.000 unter der Marke Bitburger und etwa 20.000 unter den anderen Marken der Gruppe.

08. Februar 2016

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