Bei Vapiano per Handy-App bestellen

Das Treueprogramm "Vapiano People" ist bereits im Einsatz. Die neue Bestell-App soll in Kürze erscheinen.

Erstmals setzt Vapiano auf einen Service am Tisch: Bald können Gäste des Systemgastronomen ihre Bestellung per App aufgeben. Vapiano testet den Dienst derzeit.

Fast-Casual-Primus Vapiano startet erstmals einen Service am Tisch. Per App möchte der Systemgastronom die Bestellungen seiner Gäste entgegennehmen. Die Vapiano-Entwicklung wird derzeit in einer Filiale in Fürth getestet. "Demnächst", so heißt es, soll der neue Service sukzessive auf alle deutschen Restaurants erweitert werden. Bislang musste der Gast in dem auf das Live-Cooking ausgelegte Konzept mit einem Tablett in der Schlange anstehen. Die neue Handy-App wird die alte aus dem Vapiano bekannte Chip-Karte ersetzen.

Zusätzlich sollen Servicemitarbeiter in den Restaurants unterwegs sein, die Bestellungen am Tisch aufnehmen. Service und App werden derzeit im Freestander-Restaurant in Fürth getestet. Doch die App kann noch mehr: Gäste können im Restaurant ein- und auschecken sowie ihre Bestellungen abgeben und bezahlen. „Durch den Self-Checkout verkürzt sich die Wartezeit am Ausgang auf wenige Sekunden“, lautet das Versprechen der Restaurantkette.

Reißt die negative Berichterstattung endlich ab?

Foto: Vapiano
Foto: Vapiano

Dem Unternehmen, welches in den letzten Monaten aufgrund einiger Schummeleien bei der Arbeitszeit seiner Mitarbeiter im Fokus der Kritik landete, kommt eine solche Positiv-Meldung sehr gelegen. Am Eingang anstehen, bei der Bestellung anstehen und beim Bezahlen anstehen: So kannte man Vapiano bisher. Doch bald ist alles anders: Beim Betreten des Restaurants ist in der App das Icon "Chipcard" anzutippen. Der dann öffnende QR-Code kann im Eingangsbereich gescannt werden: Schon ist der Gast im Restaurant "eingeloggt". Der Code wird auch gescannt, wenn der Gast bestellen möchte.

Einige Bestellungen werden sogar zum Tisch gebracht, darunter Cappuccino, Tiramisu und Co. Für Salate, Pizza und Pasta muss der Gast nach wie vor anstehen. Zum dritten Mal wird der Code gescannt, wenn der Gast das Restaurant verlässt. Es erscheint ein digitaler Kassenbon, der beim iPhone durch Fingerabdruck, bei anderen Smartphones nach PIN-Eingabe direkt per Lastschrift oder von der Kreditkarte bezahlt wird. Auch einige Features soll die App mit sich bringen. So sollen Vapiano-Gäste bald von unterwegs vorbestellen können. Entweder holen sie ihre Bestellung vor Ort ab oder lassen sie sich liefern.

Mit der neuen App möchte Vapiano die Wartezeit am Ausgang von bis zu fünf Minuten auf nur wenige Sekunden reduzieren. Doch natürlich hat Systemgastronom Vapiano nicht nur die Zeitoptimierung im Hinterkopf: Am Ein- und Ausgang könnte das Fast-Casual-Unternehmen bald weniger Personal benötigen. Einsparungspotenzial ist hier das Zauberwort.

Als Vorbild für die Vapiano-App gilt die Kaffeehaus-Kette Starbucks, die in Deutschland bereits seit circa einem Jahr das bestellen und bezahlen per Handy ermöglicht. Vor allem in den USA ist das Konzept erfolgreich: Dort wird bereits jede fünfte Starbucks-Bestellung per App getätigt.

09. Oktober 2015

Mehr aus der Kategorie "Systemgastronomie"